PLAN 055
PLAN 055 „NANCHANG“ 101


Beim Transport und auf dem Wasser
Das Modell ist ein Nachbau des 2017 auf der Jiangnan-Werft in Shanghai vom Stapel gelaufenen schweren Zerstörers „Nanchang“ mit der Flottennummer 101.
Das Vorbild:

Der schwere Zerstörer „Nanchang“ (南昌) ist die erste von bisher 10 Einheiten dieses Schiffstyps, der mit einer Länge von 180m und einer Breite von 20m zu den größten Zerstörerklassen weltweit gehört. Die Nanchang gehört mit derzeit 4 aktiven Schwesterschiffen des gleichen Typs, 102 „Lhasa“ (拉萨), 103 „Anshan“ (鞍山), 105 „Dalian“ (大连) und 106 „Yan’an“ (延安), zur chinesischen Nordflotte.
Die chinesische Klassifizierung PLAN Typ055 steht für die Entwicklungsserie 055 der (übersetzt) „Peoples Liberation Army Navy“. Die NATO führt diese Zerstörer-Serie unter der Bezeichnung „Renhai-Klasse“.
Die Schiffe des Typs 055 verfügen über einen Antrieb aus vier Haupt- und sechs zusätzlichen Gasturbinen (COGAG-Antrieb), die ihre Leistung auf zwei Wellen mit je einer Schraube übertragen. Die (offizielle) Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 Knoten (56 km/h). Real dürfte die Geschwindigkeit vor dem Hintergrund der Bauform des Rumpfes, der geschätzten Verdrängung vom 12.000t und der bekannten Turbinenleistung (diese wurden aus einem bekannten ukrainischen Triebwerk entwickelt) von 112.000 kW (152.278 PS) deutlich darüber liegen.
Der Typ 055 verfügt neben klassischen Verteidigungssystemen mit insgesamt 112 auf See nachladbaren Startzellen, verteilt auf 2 VLS im Vorder- und Mitteldeck, über die stärkste Flugkörperbewaffnung für solche Schiffstypen. Darüber hinaus lassen Konstruktion, Organisation sowie die Leistungsdaten des Schiffes darauf schließen, dass es für künftige LASER– oder Railgun-Waffensysteme vorbereitet ist.
Dieser Schiffsytyp ist vor dem Hintergrund potentieller Konflikte im Pazifik speziell für die dortigen Einsatzgebiete entworfen worden. Mit einem Tiefgang von nur rund 6,5m können diese Schiffe sowohl in küstennahen Gewässern als auch der pazifischen Inselwelt eingesetzt werden. Größe und Länge bieten darüber hinaus große Stabilität bei schwerer und sehr schwerer See im offenen Ozean. Darüber hinaus verleihen Bauform und Flächenbeschichtungen eine deutlich kleinere RADAR-Signatur als dies bei Schiffen dieser Größe normal wäre. Ergänzt werden diese „Stealth“-Eigenschaften durch hochentwickelte Planar-Radarsysteme, die im passiven Modus gar nicht und im aktiven Modus z.B. durch Flugkörper nur sehr unscharf wahrgenommen werden können.
Das Modell:


Gesteuert wird das Modell über eine 18-Kanal Flysky Paladin EV RC-Anlage. Zur Umsetzung der Steuersignale sind zwei parallel arbeitende 10-Kanal Receiver vorgesehen, von denen derzeit nur einer Bestückt ist.
Der Antrieb besteht aus zwei 490er Bürstenmotoren, die direkt auf die Wellen wirken. Geregelt werden die Motoren über jeweils getrennt angesteuerte 90A-Regler. Zwei Bleiakkus mit 12V/7Ah liefern die Energie für mehrstündige Fahrten und ausreichend Reserve für künftige Sonderfunktionen.
Die RC-Anlage samt Reglern und Akustikmodul sind auf einem Senkrecht unter dem Maschinenhaus in Schienen installierten „Brainboard“ untergebracht, das bei Bedarf nach oben aus dem Aufbau heraushezogen werden kann.

Oben: Bug mit 130mm Bordgeschütz, VLS 1, und 30mm CIWS





Oben: Ansicht des Doppelhangars, der Maschinensektion und des Vorschiffs
Sonderfunktionen:
Geschütz:

Oben: Nachgerüstete Geschütz-Drehmechanik
Die Drehmechanik wurde nach Fertigstellung kurzfristig nachgerüstet. Dazu wurde ein Geschütz-Unterbau, einschließlich Getriebe in 3D-Druck hergestellt und über einen 360°-Servo geschwindigkeitsabhängig angesteuert.
VLS:

Oben: 3D-Entwurf der VLS-Zelle als Linearaccellerator mit Magazin für 5 Starts
Die dargestellte Startzelle besteht aus einem Korpus, der um das Schussrohr herum gebildet ist. Er wird mit starken Neodym-Magneten bestückt (12×2 beidseitig am Schußrohr). Diese beschleunigen eine Neodyn-Kugel auf hohe Geschwindigkeit. Diese schlägt von unten auf die Raketenmodelle, die durch den Stoß 3-4m senkrecht ausgestoßen werden. Zusammen mit Rauch, der in das Schussrohr eingeblasen wird, entsteht der Eindruck eines Raketenstarts. Auslösen des Starts und Nachladen erfolgen über zwei Servos. Die Konstruktion ist bereits getestet und funktioniert. Sie muß auf Grund der immensen Abstoßungskräfte der 24 Magneten überarbeitet werden um ein Verbiegen oder gar Außeinanderbrechen zu vermeiden.
Kamerasystem:

Oben: Vorbereitetes Kamerasystem mit 5 umschaltbaren Videokanälen
Für den Einbau vorbereitet ist ein auf einem 5,8GHz-Übertragunssystem basierendes, auf 5 Kameras ausgelegtes FPV-Videosystem, das es ermöglich Kamerabilder von der Brücke (Front, Back- und Steuerbord), sowie vom Mast nach achtern und aus der „Flight-Cabin“ der Heliplattform heraus auf einen Monitor oder eine FPV-Brille zu übertragen. Über RC kann die jeweils übertragene Kamera ausgewählt werden.
Bordcomputer:

Der Bordrechner ist dafür vorbereitet, Sonderfunktionen zu steuern, die entweder über RC oder die zusätzliche Datenverbindung gesteuert werden. Hierzu wird er mit Servo- und Relaismodulen verbunden, die die jeweiligen Funktionen klassisch ausführen können.
Das GPS-Modul ermöglicht das Programmieren von exakten Fahrprogrammen und realistischen Funktionssequenzen. Darüber hinaus können die Positionsdaten und ggf. auch Steuerkommandos auch an andere, ähnlich ausgestattete Modelle übermittelt werden.
Zu den angedachten weiteren Funktionen in dem Zusammenhang gehören:
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Funktionsfähiger Hangar mit ein- und ausfahrbarem Helikopter
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Funktionierende Beiboot- und Torpedobuchten
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autom. Lageregelung und Schlingerdämpfung
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vollständige Beleuchtung
Gebaut von Andreas Schulze
